Die etwas andere Rassebeschreibung ...

Hier möchte ich mal eine ganz andere Rassebeschreibung abgeben als ihr sie wahrscheinlich schon hundertemale gelesen habt. Na klar, Maine Coons sind amerikanische Waldkatzen, eine der größten Katzenrassen (bis 40 cm Schulterhöhe und von der Nase bis Schwanz 100 bis 120 cm lang) mit großen und breiten Ohren, Fellbüschel zwischen den Zehen und einem langen buschigen Schwanz. Das beschreibt mal im Groben die äußerlichen Grundmerkmale.

 

Meine Beschreibungen sind aus dem Katzenleben gegriffen.

 

Innere Werte „Wilde Schale – weicher Kern“

Die Maine Coons sind sehr liebenswerte und aufgeschlossene Artgenossen, nicht schüchtern, sehr mutig und Abwechslungen oder Veränderungen vertragen sie ohne Probleme.

Als wir Kitty bekamen war sie keinen Hund gewöhnt. Sie kannte die großen Tiere nicht von ihrer Zuchtstätte. Das wird ein Problem, dachten wir. Doch Irrtum – ohne Probleme vertrug sie sich mit unserer Beaglehündin Samy, die ja bekanntlich nicht sehr fein mit Mensch und Tier umgeht. Kitty zog sich nicht zurück, sondern ging offen auf Samy zu.

Auch als Elvis, unser neuer Maine Coon Kater kürzlich neu zu uns in die Gruppe kam, gab es keine Probleme. Und das obwohl Kitty sehr fürsorglich auf ihr 2 Wochen altes Baby achtete. Sie hat in uns und ihr Zuhause sehr großes Vertrauen, sodass sie keine Ängste hat.

 

Eine Geschichte zum Thema „ausgezeichnete Jäger“

Katzen jagen Mäuse – das machen sie instinktiv. Seit wir allerdings Main Coons im Haus haben, gibt es bei uns keine Spinnen und viel weniger Fliegen. Denn wie aufgedreht jagen sie alles was fliegt und kriechst. Sehr zu meiner Freude, denn Spinnen mag ich nicht so sehr.

Unsere erste Maine Coon „Kitty“ ist eine sehr sanfte Katze, außer Fliegen und Spinnen jagte sie nichts und war sehr ausgeglichen. Es war Winter 2010 und wir hatten zwei Zwerghamster in einem großen Käfig. Gespannt standen Kitty und unsere Hündin Samy immer davor und beobachteten die Tiere, ohne Anstände zu machen, sie fangen zu wollen. Doch eines morgens saß Kitty vor dem Käfig und bei einer wahrscheinlich einmaligen Gelegenheit, als der Hamster vor ihrer Nase bei den Käfigstäben entlang ging, fasste sie ihn und ließ ihrem Instinkt freien Lauf .....

Weiter möchte ich nicht erklären was dann passiert ist, denn es war nicht schön mit anzusehen.

 

Langes wärmendes Fell

Unsere Maine Coons dürfen Sommer und Winter ihr Freigehege nutzen. Heuer im Winter gab es ja wirklich sehr viel Schnee und eisige Kälte. Durch ihr wärmendes Fell und die Fellbüschel zwischen den Zehen, die wie Schneeschuhe wirken, kamen sie im Garten bei meterhohem Schnee sehr gut zurecht und tollten im Schnee herum. Ganz vereist kamen sie dann wieder ins Haus und tropften dann halt alles an ....

Aber das ist eine andere Geschichte!

 

Wasserscheu? Nicht die Spur!

Normalerweise sagt man ja immer, dass Katzen wasserscheu sind. Das trifft wahrscheinlich auf die Meisten zu, aber nicht auf die Maine Coon bzw. nur zum Teil. Denn freiwillig suchen sie sehr oft die Nähe zum Wasser. So werden etwa Wassernäpfe bis zum letzten Tropfen ausgepritschelt oder auch die Fische aus dem Teich gefischt (Anm.: jetzt sind keine kleinen Fische mehr drinnen - mampf mampf;). Regen ist kein Hindernis, das Freigehege zu benutzen.

Doch wenn Frauli mal meint, baden ist angesagt oder das Popschi muss sauber gemacht werden, dann ist das Wasser plötzlich kein Freund mehr und sie wehren sich mit aller Kraft. Doch manchmal muss Waschen einfach sein, so leid es mir tut.

 

Temperament

Maine Coons sind sehr intelligent und zeigen auffallendes Interesse für ihre Umgebung. Bei uns spielen Hund und Katzen oft gemeinsame Streiche. So holt etwa die Katze etwas von der Küchen-Arbeitsplatte oder den Esstisch und der Hund frisst es.

Nicht immer wollen sie getragen werden, aber sie wollen ganz nahe bei ihren Leuten sein, und folgen ihnen von einem Zimmer zum anderen.

Unsere Maine Coons sind sehr gesprächig. Schon in der Früh, sobald der Wecker auch von den Katzen gehört wird, wecken sie uns zusätzlich mit gurrenden Lauten. Bis dahin lassen sie uns auch in Ruhe schlafen. Da sie uns ja auf Schritt und Tritt folgen, kann es auch vorkommen, dass sie in Kästen, Räumen oder im Keller eingesperrt werden. Doch sie wissen sich zu helfen und schreien regelrecht um Hilfe.

Sie sind sehr ruhig, wenn sie jedoch etwas Interessantes erspähen, dann stellen sich wie ein Bär auf ihren Hinterbeinen auf und geben zirpende Laute von sich.

Diese Katzen sind wahrlich sanfte Riesen, sie besitzen einen, und nicht umgekehrt.

 

Pflege

Maine Coons haben wenig Unterwolle und halblanges Fell. Im Normalfall wird das Fell nicht filzig oder bildet Knoten. Exzessives Kämmen und Bürsten ist nicht nötig. Von Zeit zu Zeit sollten sie leicht gebürstet werden, sodass tote und alte Haare aus ihrem Fell entfernt werden und sie nicht zu viele Haare bei der Fellpflege verschlucken.

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© Alexandra Goll